dreamer. killer. lover. freak. (rojiblanco) wrote in 2te_dummension,
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kapitel 9

er war schon lange vom weg abgekommen, aber es war ihm egal. sein gesicht mochte kaum die maske der wut abnehmen. immer noch konnte er nicht glauben, dass ihn sein freund fortgeschickt hatte. dass er ihn vor allen feldherren gedemütigt hatte. Sir Torres dachte an den eisernen blick seines königs, wie er kein widerwort geduldet hatte, mit einer einzigen festen bewegung den jungen fürsten des raumes verwiesen hatte, nicht mehr zu ihm gesagt hatte, als dass es an der zeit sei, Charon satteln und ausrüsten zu lassen für eine reise in den norden. dort, wo es ungefährlich war, das hatte der junge fürst schon verstanden.
während er durch das immer dichter werdende gestrüpp ritt, einen arm vor dem gesicht, um nicht von den langen ästen getroffen zu werden, dachte er an das versprechen, dass sich Don Iker und er vor langer zeit gegeben hatten, in anbetracht der tatsache, dass die zeit, die damals ihre gegenwart war, bald ihre vergangenheit sein würde - in anbetracht der veränderungen, die die zukunft mit sich bringen würde. man hatte ihnen eine prophezeiung gemacht. und die zwei jungen hatten sich damals versprochen, was auch immer geschehen möge, ihr schicksal anzunehmen. dieses versprechen hatte der könig heute gebrochen.
Sir Torres wusste, dass ihm die hohepriesterin der heiligen insel einen tod in der schlacht vorhergesagt hatte. alles aufzugeben für seinen herren, in der schlacht an seiner seite. undeutlich spürte Sir Torres wieder zorn und unverständnis hinter seiner stirn aufsteigen. wieso glaubte der könig, ihn vor irgendetwas beschützen zu können, indem er den fürsten an einen entfernten ort schickte? hatten sie ihre bestimmung nicht annehmen wollen, egal, was das für sie persönlich bedeuten würde? es ging hier nicht nur um sie selbst, es ging um das wohl ihres landes, dass sie führten - auch wenn es ihre freundschaft war, die ihr versprechen immer bekräftigt hatte. Don Iker konnte das schicksal unmöglich abwenden wollen.
aber Sir Torres wollte sich nur dem lauf der zeit und seiner bestimmung beugen, nicht dem wort seines freundes, mochte der freund auch sein könig sein.
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